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Veröffentlicht am 22. April 2024

Teil 2: Vom Desktop Computer und Pager zum mobilen Arbeiten und modernen Collaboration-Tools

Die Informatik verändert sich rasant. Das zeigt sich nicht zuletzt an der Entwicklung der Geräte und Anwendungen, die in den letzten 25 Jahren auch im «Eisbrecher» Thema waren.

Wie rasant sich die Welt der IT ändert, zeigt auch ein Blick auf die Geräte, die das BIT den Mitarbeitenden der Bundesverwaltung zum Arbeiten zur Verfügung stellt. Heute verfügen alle Mitarbeitenden über ein leistungsfähiges Notebook, mit dem sie über einen Hotspot auf dem geschäftlichen Mobiltelefon dank sicherem Fernzugriff von überall arbeiten können. Auf dem Mobiltelefon erhalten sie in einer sicheren Umgebung alle ihre E-Mails und haben Zugriff auf den persönlichen Kalender. Das Festnetz-Telefon ist bereits vor rund 10 Jahren durch Skype for Business abgelöst worden. Statt telefonieren sind damit auch spontane Videokonferenzen ohne Zusatzhardware jederzeit möglich.

Im Juni 2002, als die Ausgabe 0 des «Eisbrechers» erschienen ist, war Videoconferencing noch etwas Exotisches. Damals bot das BIT seinen Kundinnen und Kunden ein Videokonferenzsystem zur Miete an. Es bestand aus einem schweren Röhrenmonitor, einer Kamera sowie einem externen Mikrofon und einer Betriebssystemeinheit und erlaubte Videokonferenzen mit bis zu vier Teilnehmergruppen.

Ausschnitt der Eisbrecher-Ausgabe Nr. 0 mit Videokonferenzsystem 2002 bestehend aus einem Röhrenmonitor, Kamera, Mikrofon und einer Betriebssystemeinheit.

Auch die Büroautomationslandschaft war Anfang der Nullerjahre noch eine ganz andere. Damals haben die Ämter weitgehend selbstständig Computer und Software beschafft, eine übergeordnete Koordination fehlte. Im EFD entstand im Projekt Harmonisierung Büroautomation (HABA) zum ersten Mal ein Standardarbeitsplatz: Je nach Bedürfnis konnten die Kunden zwischen einem Desktop-PC, einem Notebook oder einem Thin Client wählen. Nicht nur die Hardware, sondern auch die Software wurde von nun an in Applikationspaketen angeboten und automatisch den Geräten zugewiesen.

Wie die Standardarbeitsplatzgeräte damals ausgesehen haben, zeigt ein Artikel in der Ausgabe Nr. 15 vom Februar/März 2005.

Ausschnitt der Eisbrecher-Ausgabe Nr. 15 mit Standardarbeitsplatzgeräte 2005 bestehend aus Laptop, PC, Thin Client.

PDA – eine fast vergessene Produktkategorie

Wissen Sie noch, was ein PDA ist? Die Abkürzung steht für persönlicher digitaler Assistent: Mit einem Stift konnten die Benutzerinnen und Benutzer auf dem Bildschirm ihres PDA ihre Termine planen, Notizen machen und Dokumente bearbeiten. Der digitale Notizblock kam noch ohne Internetverbindung daher – und verschwand mit der Einführung des Smartphones nach kurzer Zeit wieder. Der «Eisbrecher» widmete dem PDA in der Ausgabe Nr. 14 einen Bericht, dabei ging es um die Sicherheit sensibler Daten auf den mobilen Geräten. Die Leserschaft erhielt Tipps zu Softwareprodukten, mit denen sich die Daten auf dem PDA verschlüsseln und vor fremden Zugriff schützen liessen.

Das Telefon verschwindet aus den Büros der Bundesverwaltung

Bis 2015 war es in der Bundesverwaltung an jedem Arbeitsplatz anzutreffen – das Festnetz-Telefon. Seit Alexander Graham Bell 1876 das erste Telefon patentieren liess, ist viel Zeit vergangen – der Funktionsumfang hat sich in den rund 140 Jahren kaum verändert. Das änderte sich mit der Einführung der IP-basierten Kommunikationslösung Unified Communication and Collaboration (UCC). Das physische Telefon wich Microsoft Lync (heute Skype for Business) und hat die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten massgeblich verändert. Erreichbarkeitsanzeige, Chatfunktion, Audio- und Videokonferenzen sowie die Möglichkeit, den Bildschirm zu teilen und gemeinsam an einem Dokument zu arbeiten, gab dem flexiblen, ortsunabhängigen Arbeiten ordentlich Schub.

Ausschnitt der Eisbrecher-Ausgabe Nr. 53 mit einer illustrativen Darstellung einer Person mit Kopfhörer vor einem Laptop und der Benutzeroberfläche des UCC.

Flexible Arbeitsformen setzen sich durch

Parallel zur Einführung von UCC vor 10 Jahren nahm das BIT auch eine neue Gerätepalette ins Angebot auf. Obwohl noch ein Desktop-Modell im Angebot war, setzten sich kleine, leichte und leistungsfähige Notebooks durch.

Ausschnitt der Eisbrecher-Ausgabe Nr. 54 mit der Gerätepalette 2014, die Kunden an einem Demostand begutachten.

16. März 2020 – der Tag wird sicher in die Schweizer Geschichtsschreibung eingehen. Der Bundesrat erklärte an diesem Montag aufgrund der Covid-19-Pandemie die «ausserordentliche Lage». Das Gebot jener Tage: Wenn möglich zuhause bleiben. Auch ein Grossteil der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung erledigten von nun an ihre Aufgaben im Homeoffice. Für das BIT war es eine enorme Herausforderung, das Netz und die Systeme stabil zu halten. Die Fernzugriffe über VPN auf das Bundesnetz explodierten, Sitzungen fanden fast ausschliesslich virtuell per Telefon- oder Videokonferenz statt. Die Anzahl gleichzeitiger Fernzugriffe stieg an Spitzentagen von 2000 auf bis zu 16 000. Auch die Anzahl Online-Meetings stieg um Faktor 10 auf bis zu 6000 täglich, was das BIT dazu veranlasste, alternative Anwendungen für Online-Konferenzen einzuführen.

Collage mit Impressionen aus dem Homeoffice.

Die Pandemie ist glücklicherweise Geschichte – die modernen Zusammenarbeitsmittel sind geblieben und haben sich fest im Arbeitsalltag etabliert. Im Jubiläumsjahr steht für das BIT mit dem Start der Einführung von Microsoft 365 ein weiterer wichtiger Schritt an, der die Art, wie wir zusammenarbeiten, ähnlich verändern dürfte wie die Einführung von UCC vor 10 Jahren.

Trendreport: Was hat sich durchgesetzt, auf was warten wir immer noch

Der «Eisbrecher» hat bis zur Einstellung der Printversion jeweils in der Rubrik Trendreport nach neuen Technologien und Entwicklungen Ausschau gehalten. Einige Themen über die wir vor 10 Jahren berichtet haben, sind immer noch Zukunftsmusik, etwa das einheitliche Ladegerät für Notebooks und Mobiletelefone. Ebenfalls 2014 berichtete der «Eisbrecher» unter der Überschrift «Strom aus der Luft» über die Möglichkeit, das Mobiltelefon statt mit einem einheitlichen Kabel gleich kabellos zu laden. Das induktive Laden von Smartphones steckte damals noch in den Kinderschuhen, ist heute bei modernen Smartphones Standard.

Auch das Bezahlen mit dem Smartphone war Thema. War es vor zehn Jahren erst in einzelnen Ladenketten in der Schweiz möglich, seine Rechnung via Mobiltelefon zu begleichen, hat sich diese Bezahlart definitiv etabliert. Das Gleiche gilt für Wearables aller Art. Im Trendreport der Sommerausgabe 2014 schrieb der «Eisbrecher», dass Smartwatches als Technologie des Jahres gehandelt würden. Die erste Apple Watch wurde im Herbst des gleichen Jahres an einer Keynote angekündigt und kam bereits ein Jahr später in den Handel. Heute sind Smartwatches und Fitnesstracker am Handgelenk ein ganz normaler Anblick.

Ausschnitt der Eisbrecher-Ausgabe Nr. 53 und Nr. 54 mit dem Trendreport 2014: einheitliche Ladegeräte, induktives Laden, Smartwatches.

BIT-Kontakt:

Sonja Uhlmann
Leiterin Direktionsstab
Tel.: 058 465 37 35

Text: Daniel Wunderli

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