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Veröffentlicht am 21. Dezember 2020

Chat-Interview mit Peter Scheidegger

Peter Scheidegger hat seit seiner Lehre in der Bundesverwaltung gearbeitet und bis zu seiner Pensionierung die Entwicklung der Bundesinformatik hautnah miterlebt.

Du hast fast 45 Jahre lang in der Bundesverwaltung gearbeitet. Wo und in welchen Funktionen hast du gearbeitet?

Peter Scheidegger
Im Jahr 1975 machte ich meine erste Ausbildung als Kaufmann bei der Alkoholverwaltung. Drei Jahre später arbeitete ich für etwa 1,5 Jahre in der Finanzbuchhaltung. Dies war jedoch nur eine Zwischenlösung, da mir in der Informatik ein Arbeitsplatz freigehalten wurde. Später war ich auch als Projektleiter tätig und besetzte für 1,5 Jahre eine Führungsposition, welche ich jedoch freiwillig wieder aufgab. Von 1980 bis 2010 arbeitete ich in der Informatik. Nach fast 35 Jahren in der Alkoholverwaltung kam ich 2010 schliesslich ins BIT. In Verbindung mit «on BIT» landete ich bei den Spezial-Applikationen im BIT. Die letzten 6 Jahre war ich Projektleiter im Bereich Projekte Integration. Im BIT hatte ich zusätzlich die Möglichkeit berufsbegleitend das Nachdiplom in Projektmanagement zu machen.

Was hat sich in der Zeit, als du in der Bundesverwaltung gearbeitet hast, alles verändert?

Obwohl ich in der Informatik tätig war, besass zuerst nur der Chef einen Computer, welcher jedoch hauptsächlich für die Erfassung von Texten zu gebrauchen war. Die Mitarbeitenden arbeiteten analog mit Lochkarten und Bändern. Mein erster und persönlicher Computer kaufte ich mir bereits in den 80ern, für die Mitarbeitenden in der Alkoholverwaltung standen jedoch erst ab den 90er Jahren Computer als Arbeitsgeräte zur Verfügung. Selbst als alle einen Computer besassen, war trotzdem alles umständlicher als heute. Beispielsweise ein entwickeltes Onlineprogramm konnte nur dann getestet werden, wenn das produktive Onlinesystem nicht in Betrieb war, also ausschliesslich zu den Randzeiten.

Eine grosse Veränderung in der Umgangsform war sicherlich als Giovanni Conti die «du-Kultur» im BIT einführte. Wo sich vorher meist nur die Mitarbeitenden auf gleicher Ebene «duzten», galt nun eine einheitliche Regelung. Auch in der Alkoholverwaltung war die «du-Kultur» noch kein Thema. Man hat die anderen Mitarbeitenden höchstens in der Freizeit auf dem Fussballplatz geduzt.

Warst du in grösseren Projekten involviert?

In der Alkoholverwaltung gab es eine grosse Applikation für die Branntweinbesteuerung und den gesamten Ethanolhandel. Ich habe es zweimal miterlebt, dass diese Applikation auf eine andere Plattform übertragen wurde. Alleine dieses Projekt hatte eine reine Projektdauer von etwa 4 Jahren und zusätzlich 2 Jahre Nacharbeit.

Im BIT war ich Projektleiter und Koordinator zwischen dem BIT und dem BFS in einem Projekt, bei dem wir zwei alte Server, damals noch im RZ in Neuchâtel, ablösten. Hauptziel des Projektes war die Auswertungsplattform SAS zu migrieren.

Wenn du noch einmal am Anfang deiner beruflichen Karriere stehen würdest, was würde dich am meisten reizen oder was würdest du vielleicht anders machen?

Ich würde sicherlich in der gleichen Fachrichtung bleiben und wieder im Bereich Informatik oder Wirtschaftsinformatik arbeiten. Da früher fast alles «learning by doing» war und die Diplome, welche ich früher gemacht habe, im BIT fast nichts mehr wert waren, würde ich gerne eine umfangreiche und anerkannte Ausbildung abschliessen.

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