Zum Hauptinhalt springen

Veröffentlicht am 13. Dezember 2019

App Store Bund: Fachanwendungen auf dem Mobiltelefon zugänglich machen

Das BIT führt eine neue Marktleistung ein, mit der sich Fachanwendungs-Apps in den App Store Bund aufnehmen lassen. Das Bundesamt für Polizei (fedpol) bietet bereits zwei Anwendungen im App Store an. Neu können Ämter eigene Apps beim BIT entwickeln lassen.

Mit Mobile Device Management – kurz MDM – ist das Büro der Mitarbeitenden der Bundesverwaltung auf dem Smartphone und Tablet angekommen. Seit rund drei Jahren sind geschäftliche E-Mails, der persönliche Kalender sowie die Kontakte in einer sicheren Umgebung (Sandbox) auf den geschäftlichen, mobilen Geräten verfügbar.

Neben der bekannten MDM-App Secure Mail gibt es weitere mobile Anwendungen, die allen Angestellten des Bundes zur Verfügung stehen und mobiles Arbeiten noch einfacher machen (vgl. dazu Infobox).

fedpol nutzt den App Store Bund bereits

Was bis heute erst vereinzelte Ämter in MDM anbieten, sind Fachanwendungs-Apps im App Store Bund. Etwa das Bundesamt für Polizei (fedpol): Es setzt bereits seit längerem auf mobile Fachanwendungen. So steht Mitarbeitenden des fedpol, den Schweizer Polizeikorps und dem Grenzwachtkorps z. B. die App Instant Messenger Police (IMP) als sicherer, plattformübergreifender Instant-Messaging-Dienst zur Verfügung. Schweizer Behörden mit polizeilichen Aufgaben können über die App IMP Text- und Audionachrichten, Bilder und Videos austauschen. «Rund 800 Benutzerinnen und Benutzer verwenden die App zur Kommunikation im mobilen Einsatz», sagt Manuel Tschui, Bereichsleiter Informatik- und Telematik-Services beim fedpol.

Eine weitere App heisst SOE und dient Sondereinheiten der Polizei bei Einsätzen – neben Telefon und Funk – als zusätzlicher Kommunikationskanal.

«Der mobile Zugang zu Fachanwendungen ist ein Bedürfnis», sagt Manuel Tschui. «Wir prüfen für weitere Fachanwendungen, ob eine Integration in den App Store Bund sinnvoll und möglich ist.»

So können Ämter Ihre Fachanwendungs-Apps in den App Store Bund integrieren

Ämter, die Apps im App Store Bund zur Verfügung stellen wollen, können das nun tun. Und zwar mit der neuen Marktleistung «Smart Device Software Schale 3», die ab sofort verfügbar ist.

Die Arbeiten erfolgen in drei Schritten. «Das BIT bereitet die Fachanwendungs-Apps zusammen mit den Kunden für die Integration mit der sogenannten AVOR vor», sagt Produktmanager Matthias Heri. Die Beschaffung oder Entwicklung der App selbst ist nicht Teil der Marktleistung und liegt in der Verantwortung der Kunden. Wichtig ist, dass gemeinsam alle Anforderungen für eine erfolgreiche Integration geklärt werden.

Der Auftrag wird dann aufgrund der Komplexität der App einer von vier Kategorien (productive, easy, moderate, complex) mit unterschiedlichen Integrationspreisen zugeteilt. Sobald der Kunde den Auftrag erteilt, stellt das BIT die App für Fachtests bereit. Die App-Verantwortlichen auf Kundenseite können sie nun in der Abnahmeumgebung auf Herz und Nieren prüfen. Erst nach der definitiven Freigabe wird die App in den produktiven App Store Bund aufgenommen. Dabei entscheidet der Kunde, ob die App für alle MDM-Nutzer der Bundesverwaltung oder nur für die Mitarbeitenden seines Amts sichtbar ist.

Fachanwendungs-App mit Pfeil auf App Store Bund auf Smartphone.

Apps beim BIT entwickeln lassen

Neu baut das BIT Kapazitäten für die Entwicklung von Apps auf. Kunden, die eine Idee für eine Fachanwendungs-App haben, können diese in einem Projekt mit dem BIT realisieren.

Eine BIT-Entwicklung ist beispielsweise die erste Version der App Fehlerhelfer, die seit August im App Store Bund verfügbar ist. Es handelt sich um eine erste produktiv nutzbare Pilot-Version, ein sogenanntes «MVP» (Minimum Viable Product), das noch weiterentwickelt wird. Die App soll einen positiven Umgang mit Fehlern fördern und den Nutzern helfen, aus Fehlern zu lernen.

Weitere Informationen zur neuen Marktleistung «Smart Device Software Schale 3» finden Sie auf der Kundenplattform. https://intranet.bit.admin.ch/bit_kp/de/home/angebot/workplace/smart-device-software-schale-3.html

Sicherer Messenger und Zugriff auf Intranetseiten

Secure Mail ist die zentrale App in MDM, die praktisch alle Benutzerinnen und Benutzer eines geschäftlichen Smartphones nutzen. Es gibt zudem weitere sogenannte Schale-1-Anwendungen für Smart Devices*, die allen zur Verfügung stehen. Zum Beispiel die praktische Anwendung Secure Web. Mit dieser App erhalten Sie Zugriff auf die Intranetseiten der Bundeskanzlei, der Generalsekretariate WBF und EJPD sowie aller Ämter des EFD.

Eine weitere Anwendung ist Threema Work. Der Messenger ist ebenfalls im App Store Bund verfügbar und ermöglicht die verschlüsselte Sprachkommunikation bis zum Schutzniveau VERTRAULICH. Zudem dürfen mit Threema Work auch Daten und Bilder entsprechend ausgetauscht werden.

*Das BIT verwendet für sein App-Portfolio ein Schalenmodell. Anwendungen in der Schale 1 stehen allen MDM-Nutzern auf ihren Geräten zur Verfügung. Anwendungen der Schale 3 sind amtsspezifische Fachanwendungs-Apps.

BIT-Kontakt:

Matthias Heri
Produktmanager
Tel.: 058 466 79 04

Text: Daniel Wunderli

13. Dezember 2019

Das Bundesarchiv – Digitalisierung on demand

Der Online-Zugang des Bundesarchivs (BAR) ist ein Projekt, welches die Digitalisierung des gesamten Archives in den nächsten Jahren vorsieht. Um auch einen schnellen Zugang zu gewährleisten, steht nun den Kunden neu ein Onlineportal zur Verfügung.

13. Dezember 2019

Kundenzufriedenheit: Fachleute stabil, leichter Rückgang bei den Benutzern

Die Resultate der Kundenzufriedenheitsumfrage 2019 liegen vor. Die Kunden bewerten die Leistungen des BIT mit der Note 4.65. Während die Fachleute das BIT gleich beurteilen wie im Vorjahr, ist die Zufriedenheit der Benutzerinnen und Benutzer leicht gesunken.

Dirk Lindemann

13. Dezember 2019

Die digitale Transformation der Bundesverwaltung unterstützen

Aus der Geschäftsleitung – BIT-Direktor Dirk Lindemann teilt seine Gedanken zur Rolle des BIT in der digitalen Transformation der Bundesverwaltung

13. Dezember 2019

«Reicht es für einen Sieg?»

Vom 7. bis am 8. November fand der BIT-Hackathon in der Titanic II statt. Die teilnehmenden Teams versuchten innerhalb von 24 Stunden ein Produkt zu entwickeln, welches die Jury überzeugt. Philippe Krüttli, Lernender im BIT, berichtet über seine Erlebnisse am Hackathon.

13. Dezember 2019

Vorsicht vor betrügerischen Webshops

In letzter Zeit tauchen vermehrt betrügerische Webshops in den Google-Suchergebnissen auf. Der «Eisbrecher» zeigt Ihnen, bei welchen Merkmalen Sie misstrauisch sein sollten.

13. Dezember 2019

Sichere Passwörter machen Angreifern das Leben schwer

Cybie und Digi sind die beiden Aushängeschilder der Sensibilisierungskampagne für die Informatiksicherheit in der Bundesverwaltung. Ein Thema sind sichere Passwörter. Lesen Sie, was ein sicheres Passwort ausmacht und wie Sie am einfachsten den Überblick über all Ihre Passwörter behalten.