ESA-Rat auf Delegiertenebene tagt in der Schweiz
Bern, 19.03.2026 — Am 18./19. März 2026 fand die 345. Ratstagung der Europäischen Weltraumor-ganisation (ESA) auf Delegiertenebene in Interlaken statt. Renato Krpoun, Leiter der Abteilung Raumfahrt im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Inno-vation (SBFI) hält zurzeit den Vorsitz des ESA-Rates auf Delegiertenebene inne. Im Hinblick auf das baldige Ende seines dreijährigen Vorsitzes tagt der Rat in der Schweiz.
Der Rat ist das höchste Organ der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), in dem ihre Mitgliedstaaten über die institutionellen, finanziellen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten entscheiden und über die Programme bestimmen, die die Organisation im Weltraum betreibt. Er trifft sich mehrmals pro Jahr auf Delegiertenebene und in der Regel alle drei Jahre auf Ministerebene. Renato Krpoun, Leiter der Abteilung Raumfahrt im Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI), ist noch bis Ende Juni dieses Jahres Vorsitzender des ESA-Rates auf Delegiertenebene.
Umsetzung der richtungsweisenden Beschlüsse der Ministerratstagung 2025
Am ESA-Rat auf Ministerebene im November 2025 in Bremen hatten die Ministerinnen und Minister für Raumfahrt der ESA-Mitgliedstaaten die Programme für die kommenden Jahre festgelegt und eine Rekordsumme von über 22 Mrd. EUR gesprochen. Basierend auf ihrer Strategie 2040 möchte die ESA Europas Raumfahrt autonomer und wettbewerbsfähiger machen. Neu stärkt sie auch die Sicherheit und Verteidigung Europas, indem sie dual nutzbare Infrastrukturen aufbaut. Nun gilt es, die Strategie und die ausgewählten Programme operativ umzusetzen. An der Ratstagung in Interlaken wurden diese Themen besprochen.
Schweiz spielt aktive Rolle in der ESA und der Raumfahrt
Die Schweiz ist Gründungsmitglied der ESA und beteiligt sich seit 1975 aktiv an fast all ihren Programmen. Über die ESA setzt sie hauptsächlich ihre Raumfahrtaktivitäten im Weltraum um. Schweizer Unternehmen und Forschungseinrichtungen tragen exzellente technische und wissenschaftliche Beiträge an die Missionen der ESA bei. Davon profitieren auch Schweizer Bürgerinnen und Bürger in ihrem Alltag. Grunddienste wie Wettervorhersagen oder Katastrophenwarnungen, aber auch Anwendungen wie Navigation und Telekommunikation basieren auf Satelliteninfrastrukturen.