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MedienmitteilungVeröffentlicht am 27. Januar 2026

armasuisse saniert Schiessplatz Langnau bei Reiden im Auftrag der Armee

Bern, 27.01.2026 — In den kommenden Jahren saniert armasuisse im Auftrag der Armee den Schiessplatz Langnau bei Reiden. Die Sanierung beinhaltet Baumassnahmen, welche die Schiesslärmbelastung in der Umgebung senken. Mit dem Bauvorhaben einher gehen eine Altlastensanierung und auch eine Renaturierung des Weierbachs. Am 26. Januar 2026 informierten armasuisse sowie die Armee die Bevölkerung und Medien über die geplante Sanierung.

Verschiedene Truppengattungen der Schweizer Armee nutzen den im Kanton Luzern gelegenen Militärschiessplatz Langnau bei Reiden ganzjährig während bis zu 35 Wochen. Auf dem Schiessplatz finden Gefechtsschiessen und vereinzelt Übungen mit Sprengstoff statt. Bereits heute sind die Lärmgrenzwerte in der Umgebung weitgehend eingehalten. Trotzdem wollen armasuisse und die Armee durch Lärmschutzmassnahmen diese Belastungen weiter senken. Um dies zu erreichen, werden militärische Infrastrukturen aufgehoben oder weiter talwärts verschoben. Nach der Sanierung werden die Grenzwerte überall eingehalten sein. Die Kosten des Bauprojekts belaufen sich laut aktuellen Schätzungen auf rund 3,2 Millionen Schweizer Franken.

Am 26. Januar 2026 haben armasuisse Immobilien, das Immobilienkompetenzzentrum des VBS und die Armee die Bevölkerung sowie die Medien über die geplante Sanierung informiert. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Gemeinde haben die Gelegenheit genutzt, um zusätzliche Informationen über das Projekt zu erhalten, Fragen zu stellen und sich mit den Verantwortlichen auszutauschen.

Altlastensanierung des belasteten Bodens

Die Armee nutzt den Militärschiessplatz seit rund 60 Jahren zur Ausbildung der Schweizer Soldatinnen und Soldaten. Im Boden haben sich daher punktuell Schadstoffe und Munitionsteile angesammelt. armasuisse wird den belasteten Boden aus diesem Grund entfernen und fachgerecht reinigen lassen.

Renaturierung Weierbach

Auch dem Anliegen der Gemeinde Reiden sowie dem Natur- und Umweltschutz tragen armasuisse und die Armee Rechnung. Mit der Offenlegung des Weierbachs auf einer Länge von rund 120 Metern erhält die Natur Raum zurück. Zudem ist geplant, einen Teich auf dem Gelände anzulegen.

Die öffentliche Auflage des Militärischen Plangenehmigungsverfahrens wird voraussichtlich im Frühling 2026 erfolgen. Die Realisierung der Baumassnahmen beginnt voraussichtlich im Sommer 2027 und endet im Frühling 2028.

Fakten und Zahlen

  • Kurzdistanz-Schiessstand (KD-Box) 2, Wanne links, wird nach weiter hinten ins Tal verlagert und an dessen Stelle ein Teich angelegt.
  • KD-Box 1, Wanne rechts, wird ebenfalls weiter nach hinten ins Tal verlagert und der aktuelle Standort rekultiviert.
  • In der Nähe des aktuellen Standorts der KD-Box 3, Wanne rechts, erfolgt ein Neubau mit drei Boxen.
  • Der aktuelle Standort der KD-Box 3 wird aufgegeben, saniert und der darunter verlaufende Weierbach wird freigelegt.
  • Die Schulungsanlage für das Training mit Handgranaten wird leicht weiter talwärts verschoben.
  • Eine Altlastensanierung erfolgt an allen Standorten der KD-Boxen 1-3.
  • Der neue Standort der KD-Box 3 wird emissionsfreie Kugelfänge aufweisen.
  • Offenlegung des Weierbachs auf einer Strecke von 120 Metern.
  • Die Kosten des Projekts werden derzeit auf rund 3,2 Millionen Schweizer Franken geschätzt.