Biera

Die Schweiz, das Land der Bierbrauereien

In keinem anderen Land gibt es, verglichen mit der Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner, so viele Bierbrauereien wie in der Schweiz. Über 1200 waren es im Jahr 2020 an der Zahl – von Kleinbrauereien mit einer jährlichen Produktionsmenge von 400 Litern bis hin zu Grossbetrieben.

Bier und Biermischgetränke, welche in der Schweiz hergestellt werden, unterliegen dabei der sogenannten Biersteuer. Abhängig von der Menge an produziertem Bier, müssen Schweizer Brauereien einen bestimmten Betrag an den Bund entrichten. Als Berechnungsgrundlage dienen dabei entsprechende Angaben der Betriebe selbst, die einmal pro Quartal von der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) erhoben werden

Lange Zeit wurde dieser Prozess auf dem Postweg abgewickelt: Es galt, ein Papierformular auszufüllen und dieses der EZV zukommen zu lassen. Im Rahmen des Programms DaziT will die Eidgenössische Zollverwaltung ihre Dienstleitungen jedoch schrittweise digitalisieren. Auch das Schweizer Bier soll im Zuge des Vorhabens digital werden – und zwar mit der Anwendung Biera.

Entwicklung im direkten Austausch mit den Endnutzerinnen und -nutzern

In Zusammenarbeit mit IT-Spezialistinnen und -Spezialisten des BIT machte sich die EZV daran, die digitale Lösung zu erarbeiten. Im Zentrum der Überlegungen standen dabei die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer. Aufgegleist wurde das Projekt daher zunächst als Pilot: Um die Anwendung und die damit verbundenen Prozesse vorgängig zu testen, stellte man «Biera» sieben Schweizer Grossbrauereien als Minimum Viable Product (MVP) zur Verfügung. Im direkten Austausch mit den Betrieben entwickelte das Projektteam die Anwendung basierend auf dem Feedback der Pilotnutzerinnen und -nutzer weiter.

Die Vorgehensweise zahlte sich aus: Nach einer ersten Eingewöhnungsphase zeigen sich die Brauereibetriebe von Biera überzeugt. Seit dem Frühling dieses Jahres wird die Anwendung von allen grossen und mittleren Brauereien genutzt, womit bereits heute 99 Prozent der Schweizer Biersteuer digital erhoben werden. Die rund 1000 verbleibenden Kleinbrauereien, die das übrige Prozent der Biersteuer ausmachen, sollen Biera ab Anfang des kommenden Jahres nutzen können.

Weitere Informationen zu Biera findest du hier.


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