Das BIT als Digitalisierungsmotor der Schweizer Bundesverwaltung

Mit rund 1200 Mitarbeitenden betreut das BIT die Bundesverwaltung in allen IT-Sparten, vom ersten Kundenkontakt bis zum fertigen IT-Produkt. Die grosse Vielfalt an Kundenprojekten, State-of-the-Art-Technologien und das Arbeiten mit agilen Arbeitsweisen und -Methodiken gehören zu unserem Arbeitsalltag.

Projekt- und Technologievielfalt im BIT

SwissCovid System

SwissCovid-System

Covid-19: Wohl kaum ein Wort hat das Jahr 2020 so geprägt, wie der Name des Virus, welches seit Anfang Jahr zahlreiche Länder in Atem hält.

Auch in der Schweiz hat der Kampf gegen die Pandemie höchste Priorität – und das mit Erfolg: Seit Ausbruch des Coronavirus konnten entscheidende Fortschritte in dessen Eindämmung erzielt werden. Teil der Strategie ist dabei die SwissCovid-App, welche hilft, Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und an deren Entwicklung das BIT massgeblich beteiligt war.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG), der ETH Lausanne (EPFL) und Ubique arbeitete das BIT auf Hochtouren daran, basierend auf der gemeinsamen API von Apple und Google eine Bluetooth-basierte Contact-Tracing-App zu entwickeln. Komplett aus dem Homeoffice heraus stellten unsere Entwickler das Backend auf die Beine, so unter anderem den CovidCode-Service inklusive Webanwendung, die es Ärzten ermöglicht, einen Autorisierungscode zu generieren. Das gesamte System ist komplett Open Source. Den Quellcode hat das BIT auf Github veröffentlicht.

Nach nur sieben Wochen war das SwissCovid-System schliesslich fertiggestellt – womit die Schweiz das erste Land war, welches die Programmierschnittstelle der beiden Unternehmen erfolgreich adaptierte!

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SBER

SBER (Swiss Business and Enterprise Register)

Wer übt in der Schweiz eine wirtschaftliche Tätigkeit aus? In welchen Branchen sind diese Unternehmen aktiv und wo sind sie
domiziliert? Für verschiedenste Bundesämter, Kantone und andere Behörden sind diese Fragen zentral, damit sie ihrer Arbeit nachgehen können. Das Swiss Business and Enterprise Register (SBER) stellt sicher, dass solche Informationen zentralisiert und für die betroffenen Akteure einfach zugänglich sind.

Während drei Jahren wurde die Fachanwendung in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (BFS) entwickelt. Dabei entschied man sich für eine agile Vorgehensweise nach der Scrum-Methodik, um eine enge Zusammenarbeit zu fördern und das Vorhaben möglichst effizient umzusetzen.

Eines der Hauptziele war dabei die Erarbeitung eines intuitiven User Interface, um Anwendern die Benutzung von SBER zu erleichtern. Zur Umsetzung dieses Projektziels bedienten sich die Entwickler der .NET-Plattform, wobei unter anderem das Grafik-Framework WPF zum Einsatz kam.

Im Dezember 2018 wurde SBER erfolgreich in Betrieb genommen. Damit ging die Arbeit für das BIT jedoch nicht zu Ende: So wird die Anwendung kontinuierlich gepflegt und weiterentwickelt. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit agilen Arbeitsmethoden kommt dafür ein eigens zusammengestelltes DevOps-Team, bestehend aus Mitarbeitenden des BFS und des BIT, zum Einsatz. 

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BAG Krebsregister

BAG Krebsregister

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz; mehr als ein Fünftel der Bevölkerung erkrankt vor ihrem 70. Lebensjahr an der Krankheit. Mit dem nationalen Krebsregister des BAG wird eine landesweite, vollständige und einheitliche Erfassung aller Krebserkrankungen ermöglicht und damit die Grundlage für eine bessere Versorgung der Betroffenen geschaffen.

Als IKT-Leistungserbringer der Bundesverwaltung wurde das BIT mit der Entwicklung des Registers beauftragt, wobei verschiedene Open-Source-Technologien zum Einsatz kamen. Um sich schnell und flexibel an sich verändernde Rahmenbedingungen anpassen zu können, entschieden sich die Projektverantwortlichen für eine Umsetzung im agilen Modus gemäss dem Scrum-Framework.

Das BAG Krebsregister wird auf der hauseigenen Cloud-Service-Infrastruktur des BIT betrieben und ist damit einfach skalierbar und zukunftssicher. Die Gesamtlösung setzt auf .NET Core-basierte Applikationen, welche auf der Open Source Cloud-Anwendungsplattform Cloud Foundry als Container laufen. Angebundene Services auf einem Kubernetes-Cluster nutzen verschiedenste Technologien, wie etwa PostgreSQL für Datenbanken oder MinIO für Objektspeicher.

Für das Web-Frontend wird auf das Angular-basierte Oblique-Framework gesetzt, welches von der Bundesverwaltung als Open-Source-Technologie auf Github veröffentlicht wurde.

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Platform as a Service

Platform as a Service auf der BIT-Cloud «Atlantica»

Das BIT bietet nicht nur IKT-Leistungen im Bereich der Software-Entwicklung an: So fungieren wir mit unserer inhouse entwickelten Private Cloud «Atlantica» auch als Cloud-Anbieter für die Bundesverwaltung. Über ein Self-Service-Portal können dabei sowohl VMware-basierte virtuelle Services wie Windows- oder Linux-Server als auch Cloud Foundry- und Container-basierte Services wie PostgreSQL, RabbitMQ und Cassandra vollautomatisiert bestellt werden.

Unsere PaaS-Umgebung erlaubt es uns und unseren Kunden, Applikationen an einem Ort entwickeln, testen und betreiben zu können. Diesen Service nehmen zum Beispiel die SwissCovid-App und das BAG Krebsregister in Anspruch.

Auf der Cloud-Foundry-Plattform des BIT befinden sich zurzeit 150 Orgs, rund 2000 Microservices und über 3000 Container – Tendenz stark steigend!

SAP

Weltneuheit im BIT: End-to-End SAP Testautomation

Testautomatisierungen spielen in der Software-Entwicklung und im operativen Betrieb (DevOps) eine immer wichtigere Rolle – auch beim BIT: Als IKT-Leistungserbringer, der für die Umsetzung seiner Projekte auf agile Arbeitsmethoden zurückgreift, setzen auch wir auf die regelmässige Überprüfung unserer Produkte, um Fehler frühzeitig entdecken und korrigieren zu können. Durch die Automatisierung solcher Testing-Prozesse können dabei sowohl wertvolle Zeit als auch Kosten gespart werden.

Mit der SAP Testautomation Platform (SAP TAP) sind solche Testautomatisierungen möglich – allerdings bisher nur innerhalb der SAP-Umgebung. Der Nachteil: Nicht alle Lösungen basieren auch auf SAP-Software.

Als erste Organisation weltweit ist es uns gelungen, dieses Problem zu lösen: So konnten Jenkins und Selenium in SAP TAP als Gesamtlösung integriert werden, um so automatisches End-to-End Testing unserer SAP-Anwendungen und den Umsystemen zu ermöglichen. In Zusammenarbeit mit externen SAP-Spezialisten haben wir den entsprechenden Proof of Concept erfolgreich durchgeführt. Damit liefert das BIT einen wichtigen Beitrag zur DevOps-Organisation im SAP- sowie non-SAP-Umfeld.

KUZU Teaser

Kundenzufriedenheit deutlich im Plus


Jedes Jahr bewerten die Kundinnen und Kunden das BIT in einer ausführlichen Befragung. Das Ergebnis der jüngsten Umfrage ist erfreulich: Sowohl bei den Usern als auch bei den Fachleuten kletterte die Zufriedenheit auf neue Höchstwerte. 2020 sticht ein deutliches Plus bei der Zufriedenheit aller Kundengruppen und aller Kundendepartemente ins Auge. Die Anwender/-innen von Büroautomationsleistungen erteilten dem BIT in allen indexrelevanten Fragen neue Höchstnoten. 

«Die Rückmeldungen aus der jährlichen Kundenumfrage sind für uns sehr wertvoll, um daraus Massnahmen für eine weitere Verbesserung abzuleiten. Der gestiegene KUZU-Index-Wert zeigt, dass unsere Massnahmen und Anstrengungen der vergangenen Jahre Früchte tragen und zu einer messbar höheren Kundenzufriedenheit geführt haben» sagt BIT-Direktor Dirk Lindemann.

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