Klasse E

Zertifikate Klasse E sind hauptsächlich integraler Bestandteil der sie nutzenden Systeme. Sie sind standardmässig nicht einzeln bestellbar, nur bei Atlantica ist diese Option wählbar (siehe Factsheet «PaaS – Windows Server 2012 virtuell»).  

Beschreibung des Zertifikatstyps

Klasse E Zertifikate werden von einer Microsoft Active Directory integrierten CA ausgegeben. Die Kunden der Klasse E Zertifikate sind interne Computersysteme, welche in das Active Directory der Bundesverwaltung (Forest INTRA,ADR) eigebunden sind . Computersysteme ausserhalb dieser Forest UNIX oder Workgroup Computer können mittels manuellem Enrollment,  ebenfalls ein Zertifikat von dieser CA beziehen, solange diese Maschinen keinen Public Trust haben. Die dafür zur Verfügung gestellten Templates sind unter System-Zertifikate aufgeführt. Als Signatur-Algorithmus wird durchgängig sha256 / RSA eingesetzt. EFK und EDA betreiben in ihren Forests jeweils eine eigene Issuing CA. 

 

 
Status  Verfügbar
Funktion

 Maschinenzertifikate

  • System Zertifikate
    Für Zertifikate mit (EKU): Client Authentication, Server Authentication und Client/Server Authentication werden je 3 Zertifikatstemplates zur Verfügung gestellt:
    auto:              autoenrollment von Zertifikaten
    ManAPP:        manuelles Enrollment von
                           Zertifikaten mit Manager Approval
    noManAPP:    manuelles Enrollment von
                          Zertifikaten ohne (no) Manager Approval
    Eine Anleitung für das manuelle Enrollment von Klasse E System-Zertifikate finden sie unten auf der Seite verlinkt.
    Ebenso eine Üersicht über die möglichen Klasse E Systemzertifikate
  • Kerberos Authentication (Domain Controller)
    Diese Zertifikate erlauben einem Domain Controller, sich gegenüber anderen Computern und Benutzern zu authentifizieren. Verwendet werden sie primär für Smartcard-Logon an der Active-Directory-Domäne.
  • Webserver SSL (not publically trusted)
    (Neu unter System-Zertifikate).
  • Workstation Authentification
    (Neu unter System-Zertifikate).
  • ConfigMgr OS Deployment 
    (Neu unter System-Zertifikate). 
  • NPS Network Policy Server
    (Neu unter System-Zertifikate).
  • Remote Desktop Computer 
    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungsrichtlinie ausgegeben werden, erlauben eine TLS 1.0-Sicherheitsstufe, welche damit das Überprüfen der Identität des Servers mit dem Host für Remotedesktopsitzungen und das Verschlüsseln der Kommunikation zwischen dem Host für Remotedesktopsitzungen und dem Client ermöglicht.
  • ArmasuisseTBA
    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungsrichtlinie  ausgegeben werden, ermöglichen mittels  Token-Based Activation [TBA] das Aktivieren von Windows und Office Produkte in speziellen Umgebungen.
  • DC IPSec
    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungsrichtlinie ausgegeben werden, erlauben, die Backup Daten von Domain Controllern über verschlüsselte Netzwerkverbindungen zu übertragen.

 

Benutzerzertifikate

  • Code Signing
    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungsrichtlinie ausgegeben werden, erlauben das Signieren von Binaries. Damit kann sichergestellt werden, dass die Installation von nicht zulässiger Software verhindert wird.
  • DC Basic EFS
    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungs-richtlinieausgegeben werden, dienen der Verschlüsselung von Backups ausgewählter Domain Controller.
  • DC EFS Recovery Agent

    Die Schlüssel und die Zertifikate, die im Rahmen dieser Zertifizierungs-richtlinie ausgegeben werden, dienen im Notfall dem Entschlüsseln von Backups ausgewählter Domain Controller.

 

Güte/Qualität der
Zertifikats- ausgabe:
 Mittel (administratives Verfahren)
Benutzer:  Maschinen / Benutzer
Speicher- medium
Zertifikat:
 Softzertifikat (im Maschinen- oder Benutzerprofil)
Bedingung:  Keine 

Bestellung/Bezug

Der Zertifikatsantrag ist implizit im Auftrag zur Erstellung oder Änderung eines Accounts resp. zur Aufnahme eines Computersystems in eine Windows-Active-Directory-Domain der Bundesverwaltung (Forests INTRA, EDA und EVD) enthalten.

Als Basis für den Ausstellungsprozess wird die Funktionalität der Microsoft-Enterprise-PKI genutzt, welche die Möglichkeit des automatischen Registrierungs- und Ausstellungsvorgangs (Auto-Enrollment) zur Verfügung stellt. Anhand von Berechtigungen auf den definierten Zertifikatstemplates sowie von Gruppenmitgliedschaften und GPOs (Group Policy Object) wird detailliert festgelegt, welche User und Computersysteme ein entsprechendes Zertifikat erhalten sollen.

Einzig die Webserver-SSL-Zertifikate und ConfigMgr OS Depolyment müssen aus Gründen der Namensgebung durch den Serveradministrator mittels eines elektronischen Requests individuell beantragt werden.

Für den Bezug von System-Zertifikaten für Maschinen ausserhalb der unter aufgeführten Forest, UNIX-Server oder Workgroup Server wird ein Verfahren mit manuellem Enrollment zur Verfügung gestellt. Diese Maschinen dürfen aber keinen Public Trust aufweisen. Diese Zertifikate werden nur von der CA Admin-CCE-Intra01 ausgegeben.

Realisierung und Implementierung

Die Ausgabe und Verwaltung von Zertifikaten der Klasse E PKI beruht auf einer zweistufigen, hierarchischen Infrastruktur:

  • Die Aufgabe der RootCA Admin-CC-Root01 auf der ersten Stufe ist die Validierung der Zertifikate der Zertifizierungsstellen der zweiten Stufe.
  • Die IssuingCAs:
    Admin-CCE-Intra01 für den Forest INTRA
    Admin-CCE-EDA01 für den Forest EDA 
    Admin-CCE-EFK01 für den Forest EFK
    Admin-CCE-ADR01 für den Forest ADR

    auf der zweiten Stufe generieren, validieren, publizieren und verwalten die Zertifikate der Zertifikatsinhaber.
https://www.bit.admin.ch/content/bit/de/home/subsites/allgemeines-zur-swiss-government-pki/zertifikatstypen/klasse-e.html