Windows 10: Bestimmen Sie mit, wann Updates installiert werden

Mit dem Wechsel auf das Betriebssystem Windows 10 kommt auch in der Bundesverwaltung die neue Releasepolitik von Microsoft zum Tragen. Statt in wenigen grossen Sprüngen wird Windows 10 neu zweimal pro Jahr erneuert. Die Mitarbeitenden der Bundesverwaltung können den Zeitpunkt der Installation dieser Updates über die Anwendung Software Center steuern.  

Windows 95, XP, Vista, Windows 8, Windows 10 – in mehr oder weniger grossen Abständen hat Microsoft in der Vergangenheit neue Betriebssysteme auf den Markt gebracht. Mit Windows 10 soll damit Schluss sein. Statt an einem Windows 11 zu arbeiten, stellt Microsoft zweimal pro Jahr ein grösseres Update für Windows 10 zur Verfügung. Ziel der halbjährlichen Updates ist, das Betriebssystem in kleineren Schritten zu erneuern und damit auch sicherer zu machen.

«Für die Windows-10-Updates müssen die Geräte nicht neu aufgesetzt werden», sagt Marcel Zürcher, Releasemanager beim BIT. «Stattdessen wird nur das erneuerte Windows 10 auf die Geräte installiert, ohne die vorhandenen Anwendungen zu verändern.» Man spricht bei solchen Installationen von einem Inplace Update. Durch dieses Verfahren reduziert sich der Datentransfer im Vergleich zu einem kompletten Neuaufsetzen des Computers stark.

Installationszeitpunkt selbst steuern

Trotz der kleineren Datenmenge kann der In­stallationsvorgang für ein Windows-10-Update bis zu drei Stunden in Anspruch nehmen. Den Zeitpunkt der Installation können Sie jedoch – wie auch bei allen anderen geplanten Updates – selbst steuern*.

«Das BIT empfiehlt, das Update am Abend vor dem nach Hause gehen zu starten», sagt Marcel Zürcher. Die Installation kann bis zu drei Stunden dauern, während denen Sie nicht arbeiten können. Wichtig ist, dass das Gerät während des Installationsvorgangs direkt via LAN-Kabel oder über das WLAN «gov-direct» mit dem Bundesnetz verbunden ist. Zudem muss das Gerät ans Stromnetz angeschlossen sein. Schliessen Sie nun alle Programme und öffnen Sie die Anwendung Software Center.
Dort finden Sie unter dem Menüpunkt «Updates» anstehende Sicherheitsaktualisierungen. Führen Sie diese zuerst durch, um anschliessend unter «Betriebssysteme» das Windows-10-Update auszulösen. Mit einem Klick auf «Installieren» wird das Update gestartet. Das Software Center fordert Sie in einem Pop-up-Fenster auf, den Start des Updates zu bestätigen. Zu diesem Zeitpunkt können Sie das Update noch ohne Probleme abbrechen. Wenn Sie erneut auf «Installieren» klicken, startet die Installation – ohne Möglichkeit, den Vorgang zu unterbrechen.

Ziehen Sie Ihre Smartcard aus dem Gerät. Die Installation läuft nun automatisch ab. Wenn Sie am nächsten Morgen ins Büro kommen und die Installation erfolgreich war, können Sie sich wie gewohnt anmelden. Es kann sein, dass ein Inplace Update gewisse Folgeinstallationen bei installierten Anwendungen nötig macht, die einen Neustart erfordern. Planen Sie dazu für den Morgen nach dem Update ein wenig Zeit ein.

Eine detaillierte Anleitung zur Installation von Updates finden Sie auf der Kundenplattform BIT

Auch optionale Softwareupdates können Sie im Software Center steuern

In der Anwendung Software Center können Sie persönliche Geschäftszeiten definieren. Innerhalb dieser Geschäftszeiten werden optionale Updates nicht installiert. Wenn der Computer ausserhalb der definierten Geschäfts­zeiten angeschaltet und mit dem Netz der Bundesverwaltung verbunden ist, werden alle zur Verfügung stehenden optionalen Updates automatisch installiert. Geschäftszeiten sind ein hilfreiches Instrument, für die Inplace Updates greifen diese Einstellungen jedoch nicht. Diese muss der Benutzer selbst starten. Ihre Geschäftszeiten definieren Sie unter dem Menüpunkt «Optionen». Bei Computerwartung müssen Sie zudem ein Häkchen bei «Erforderliche Software automatisch ausserhalb der Geschäftszeiten installieren» setzen und mit einem Klick auf «Richtlinie synchronisieren» bestätigen.

* Neben geplanten gibt es auch ungeplante Updates, z. B. Sicherheitsupdates. Bei diesen lässt sich der Installationszeitpunkt nicht durch die Benutzer steuern.

Windows10-grafik
  1. Starten Sie das Update kurz vor Feierabend.
  2. Verbinden Sie den Computer mit dem Stromnetz. Stellen Sie sicher, dass die Stromversorgung nicht durch die Schaltmaus (Stromsparschalter) unterbrochen wird.
  3. Verbinden Sie den Computer via LAN oder WLAN «gov-direct» mit dem Bundesnetz.
  4. Starten Sie in der Anwendung Software Center die Installation.

Programm APS2020 LE-BIT: 50% aller Geräte sind bereits migriert

Die Migration der BIT-Kunden von Windows 7 auf Windows 10 und Office 2016 findet im Rahmen des Programms APS2020 LE-BIT statt. «Bis jetzt arbeiten rund 50 Prozent ­aller Benutzerinnen und Benutzer, welche die Arbeitsplatzgeräte vom BIT beziehen,
mit Windows 10», sagt Dominik Kornacki, Programmleiter APS2020 LE-BIT. Die restlichen Geräte werden bis Mitte 2019 auf Windows 10 migriert. Mehr zum Programm APS2020 LE-BIT erfahren Sie auf der Kundenplattform: intranet.bit.admin.ch/aps2020


Text: Daniel Wunderli

https://www.bit.admin.ch/content/bit/de/home/dokumentation/kundenzeitschrift-eisbrecher/eisbrecher-archiv/kundenzeitschrift-eisbrecher-ausgabe-71/windows-10.html